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Projekt Mopshilfe
 
 
Freitag
03.
September 2010
35. Woche
der 246. Tag des Jahres
abnehmender Mond
SA 6:40 Uhr
SU 20:06 Uhr
Namenstage
Degenhard, Gregor, Sophie, Silvia, Phoebe
 
 
 
 
 
 
 
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Ines Vierschilling
„Du und Dein Mops“
Oder: Wie Ines ihre Möpse bekam…
 
Wenn man es genau nimmt fing alles an, als ich vor über fünf Jahren meinen Freund Martin kennen lernte.
Ich hatte bis dahin zwar von Möpsen gehört, aber ich dachte immer es seien fette kleine Schosshunde die bei alten Damen im Wohnzimmer auf einem Paradekissen liegen. Martin jedoch ist seit frühester Kindheit fasziniert von diesen kleinen munteren Gesellen. Jedes mal, wenn im Fernsehen ein Mops zu sehen war, lag Martin verzückt wie ein kleiner Junge vor dem Fernseher und jauchzte vor Begeisterung!
Irgendwann, als wir auch in unserer ersten gemeinsamen Wohnung lebten, regte sich in mir der starke Wunsch nach einem Hund. Mir war es egal was es für eine Rasse sein sollte, Hauptsache nicht zu groß und ein echter Freund. Für Martin kam natürlich nur ein Mops in Frage. Da es mir, wie gesagt, eigentlich egal war, informierte ich mich mehr über diese Rasse und kam zu dem Schluss dass ein Mops vielleicht gar nicht so schlecht wäre. Obwohl ich mich noch an diese Knautschigen Gesichter gewöhnen musste.
Nach langer Suche war es dann am 16. April 2005 soweit. Wir fuhren nach Stuttgart um uns unseren lang ersehnten Mops zu holen. Als wir in die Wohnung der Frau kamen, die übers Internet die Hunde angeboten hatte, war es um uns geschehen. Aus einem Laufstall guckten uns zwei kleine Mops-Mädchen an und Martin konnte sich schon nicht mehr halten vor lauter Freude. Ich fand die beiden natürlich auch super niedlich und als ich Martin in die Augen gesehen hatte, war für mich klar, dass es für ihn nichts schöneres würde geben können als eine der beiden mit nach Hause zu nehmen. Wir entschlossen uns für die ruhigere der beiden und machten uns wieder auf den Weg ins über 500 Kilometer entfernte Warstein. Ich hatte Tequila die ganze Zeit auf meinem Schoss liegen und nie habe ich eine Autofahrt mehr genossen als damals. Dieser kleine Wurm war Glück pur!
Zu Hause angekommen ging unser Leben als Mopsbesitzer los. Es war toll, die Kleine lernte schnell und erfreute uns mit allem was sie tat. Wir gewöhnten uns auch schnell an die Kommentare der anderen und waren wirklich zufrieden mit uns und unserer Süßen. Tequila war von Anfang an sehr stark in Ihrem Charakter und für uns war es toll zu sehen wie sie ihre Welt entdeckte und uns versuchte auf der Nase rum zu tanzen. Wir gewöhnten uns auch schnell daran das man mit einem Mops für Aufsehen sorgt, egal wo man hin geht. Im Sommer 2005 besuchten wir unser erstes Mopstreffen und konnten uns vor Begeisterung so viele Möppels auf einem Haufen zu sehen kaum halten. Ich denke in an diesem Tag war es endgültig um uns geschehen und das Mops-Fieber hatte uns vollends in seinem Bann.
Wir lebten so vor uns hin und dachten eigentlich gar nicht daran einen zweiten Hund zu uns zu nehmen, bis uns im Oktober 2005 die Nachricht erreichte das eine Dame hier aus dem Ort ins Krankenhaus muss und es niemanden gibt der sich um ihre Mops-Dame Lilo kümmert. Bis dahin wussten wir gar nicht das es hier im Ort überhaupt noch einen anderen Mops gab und nach kurzem überlegen war es klar dass wir helfen mussten und nahmen Lilo zu uns. Schließlich hätten wir es nicht übers Herz gebracht die Kleine nicht zu nehmen. Außerdem war es ja auch nur für ein paar Wochen bis ihre Besitzerin wieder fit war. Als Lilo zu uns kam verstanden sich die Damen auf Anhieb und wir hatten viel Spaß. Es war als hätten Tequila und Lilo nur auf einander gewartet.
Wir gewöhnten uns auch schnell an die „doppelte“ Arbeit und dachten schon mit Schrecken an den Tag an dem wir Lilo wieder abgeben mussten. Tequila und Lilo sind bis auf ein paar Streitigkeiten ums Essen gut miteinander ausgekommen und man merkte richtig wie die beiden es genossen nicht mehr alleine zu sein. Wir hatten auch darüber nachgedacht einen zweiten Mops zu uns zu nehmen wenn wir Lilo wieder abgeben mussten. Lilo war am Anfang noch ziemlich schüchtern und wusste kaum wie ihr geschah. Lilo wurde im Berliner Tierheim geboren und sie gehört dem Wurf an der über ein Jahr dort bleiben musste bis die Tiere vermittelt werden durften. Lilo kam dann nach Warstein zu einer Frau als Behinderten—Begleithund, von dort dann zu uns. Die Arme hatte also schon eine Menge in ihrem Leben mitgemacht. Das zeigte sich auch sehr deutlich daran dass sie von Anfang an auf mich fixiert war und zwar so sehr das sie schon weinte wenn ich nur zur Toilette ging. Sie hatte einfach Angst wieder einen Liebgewonnenen Menschen zu verlieren.
Nachdem Lilo etwa acht Wochen bei uns war bekam ich einen Anruf. Es war der Anruf überhaupt und ich wusste gar nicht wie er von jetzt auf gleich mein Leben verändern sollte. Mir wurde gesagt dass ich Lilo geschenkt bekam!!! Lilos Frauchen war gesundheitlich nicht mehr in der Lage sich um die Süße zu kümmern und insgeheim konnte ich mein Glück kaum fassen! Natürlich tat es mir für die Frau leid, denn Lilo war auch mir in der Zwischenzeit richtig ans Herz gewachsen und sie ist nun mal ein echtes Herzchen das man einfach lieben muss. Als Martin am  Abend nach Hause kam konnte er es auch kaum fassen dass wir jetzt zwei Möpse hatten! Wir freuten uns beide riesig.
Seitdem bin ich auf den Mops gekommen, die Mops-Manie wird bei mir beinahe jeden Tag schlimmer und wir denken auch schon darüber nach, das wenn wir mal ein großes Haus haben, es nicht bei zwei Möpsen bleiben wird.
Unser Zusammenleben ist auch wirklich toll. Die beiden geben einem so viel Liebe und Zuneigung das man es kaum glauben mag. Wir wollten auch keinen Tag mit unserem Mops-Terror-Zicken-Verband mehr missen. Die Damen haben sich mittlerweile auch sehr gut miteinander arrangiert und jeder hat seine ganz besonderen Eigenheiten die wir sehr an ihnen schätzen und die sie für uns einzigartig machen.
Tequila ist eine kleine aufmüpfige Zicke, die immer versucht ihren eigenen Kopf durchzusetzen. Sie ist sehr verspielt und für einen Mops wirklich eine Sportskanone. Ihr kann es nie wild genug sein und sie freut sich wenn es an ein richtig ausgiebiges Gassi mir viel Stöckchen holen geht. Sie ist ein echter Wildfang aber liebt es genauso Abends bei ihrem heiß geliebten Herrchen auf dem Schoss zu liegen. Tequila ist regelrecht „Martins Hund“ und Lilo ist seit Anfagn an sehr auf mich fixiert.
Lilo ist im Gegensatz zu Tequila eine sehr gemütliche Person. Sie muss nicht toben und auch nicht wild sein. Sie möchte einfach nur ihre Ruhe haben und schlafen. Schlafen ist sowieso ihre Lieblingsbeschäftigung. Die Dame baut sich auch jeden Abend einen Thron aus Kissen, ganz so wie es sich für eine echte Diva gehört. Diva ist auch die passende Bezeichnung für Lilo. Egal was sie tut, sie tut es mit Würde und Eleganz. Wenn man einmal vom Fressen absieht, denn da benimmt sie sich wie ein Schwein. Sie ist auch wirklich sehr verfressen und man muss sie meistens bremsen damit sie sich nicht alles in zwei Sekunden einverleibt.
Lilo ist auch ein echter Putzteufel, sie leckt und schrubbt immer an Tequila rum, wenn Tequila keine Lust mehr dazu hat muss meistens ich daran glauben, zu Not werden auch die Kissen oder die Möbel geputzt.
Unser Leben hat sich verändert seitdem die beiden bei uns sind. Aber es hat sich gut verändert. Wir haben viel Spaß zusammen und möchten unsere Damen nie mehr  missen. Mir ist es mittlerweile schleierhaft wie wir es überhaupt ohne die beiden ausgehalten haben. Sie bringen uns Freude, sie heitern uns nach einem schlechten Tag auf und sie geben uns viel, viel Liebe mit allem was sie tun! Möpse haben viele Bedeutungen für uns aber ich denke es gibt da eine Sache die sie so unverzichtbar macht:
Möpse bedeuten Glück und Lebensfreude! Sie geben sie jedem, egal ob er will oder nicht, aber sie schaffen es immer ein lächeln auf die Gesichter der Menschen zu zaubern!
Liebe Grüße
Ines

Peter Bömer [2006-12-01 13:58:56]drucken
 
 
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