Jutta Brenke
"Du und Dein Mops.......
Über viele Jahre begleiten uns nordische Hunde- ursprünglich, kernig und freundlich- nach einem Spaziergang mit unserem Shiba Inu berichtete mein Mann sehr begeistert von einem neuen Hundemädchen in der Nachbarschaft.
Er konnte gar nicht aufhören zu schwärmen, wie niedlich die sei und so ein schwarzes glänzendes Fell habe sie und so ein knuddelig - fröhliches Wesen ! Es dauerte eine Weile, bis dann klar wurde, daß er gerade das Mopsmädchen Jule beschrieb.
( Hm-naja- Hundekinder sind immer süß- sogar ein Mops kann da entzückend sein- so waren meine ersten Gedanken)
Wenig später sah ich SIE dann. Jule " klitzeklein" spazierte mit Herrchen durchs Dorf. Ich glaube, unsere Mopsvirusinfektion befiel mich in dem Moment, als ich auf die Bremse trat aus dem Auto sprang und den bis dahin völlig unbekannten Herren über Jule ausfragte. Zum Glück sind Jules Menschen super nett und während Jule schon begeistert auf mir herumturnte und Fingerzwicken spielte habe ich so dies und das gefragt.
Die Begeisterung meines Mannes über so einen fröhlichen Hund konnte ich von da an gut verstehen- einfach ansteckend die mopsige Fröhlichkeit.
Aber der Mopswunsch meines Mannes war mir denn doch suspekt- so ein kleiner Hund und dann diese zerknitterten Gesichter--- nee lieber nicht!
Trotzdem umschlich ich auf den kommenden Ausstellungen in Dortmund immer mal wieder die Möpse- schenkte meinem Gatten eine Mopstasse und war immer noch nicht überzeugt- aber irgendwas hatte sich schon festgefressen- der Mops ging mir nicht mehr aus dem Kopf und wenn es erstmal soweit gekommen ist.... hilft nur noch eins: ein Mops !
Nach einiger Sucherei landeten wir mit einer Anfrage bei "unserer" Züchterin einen totalen Volltreffer- es war noch ein Mopskind zu vergeben. Jetzt ging es erst richtig los- Mopsbücher haben wir nur so verschlungen während wir dem Besuch bei "unserem" Möpslein entgegen fieberten; das Haus wurde auf Gefahrenquellen für so ein winziges Schätzchen kontrolliert, die ersten Wochen nach Einzug von Arbeit frei organisiert , die Familie informiert- auch da kamen sehr unterschiedliche Kommentare und zunächst nicht nur nette....
Trotz unserer bisherigen Hundeerfahrung versetzte uns unser Mopskind Anton von Beginn an in Erstaunen: er war ausgestattet mit einem überschäumenden Temperament- apportierte sein Spielzeug mit Begeisterung, kannte keine Angst und entzückte sogar die schlimmsten Mopskritiker im Familien-und Freundeskreis.
Anton wurde zu unserem "Wunderhund"- super klug, sehr eifrig beim Lernen, bestand mit Bravour die abschließenden Prüfungen in unserer Hundeschule und schmust wie ein Weltmeister.
Wir stellten uns auch in Sachen "Hundezubehör" völlig um- Spielzeug wurde in rauen Mengen beschafft, schöne weiche Bettchen ( die er eigentlich nicht benötigt, weil er lieber auf oder neben uns liegt:-) neben dem praktischen Alltagsgeschirr und Leine besitzt Anton inzwischen eine Kollektion von Halsbändern und sogar 3! Regenmäntel- nicht das er so etwas unbedingt braucht, aber er ist so besonders, das muß auch gezeigt werden! Ach ja- ein Planschbecken hat er zur Abkühlung an heißen Sommertagen natürlich auch.
Viel Hund in kleiner Verpackung trifft absolut auf unseren Mops zu !
Anton verstömt so eine positive, herzerwärmende Energie, daß es auch nach den schlimmsten Arbeitssituationen uns Menschen nach seiner Begrüßung ruck-zuck wieder wohlgelaunt ergeht.
Natürlich hat Anton auch so seine "Macken" ;-)
Er attackiert den Fernseher, wann immer ein Tier erscheint und es war ihm nicht wirklich beizubringen, Menschen nicht durch Anspringen zu begrüßen. Dies ist seine absolute Leidenschaft- Zweibeiner kennenlernen. Was Mitmenschen bei anderen Hunden als lästig empfinden, scheint nicht zu stören, wenn Mops dies tut - im Gegenteil, die Menschen die wir treffen lassen sich von seiner Freude mitreissen!
Und sogar an schlimmsten Regentagen begegnen uns lächelnde Gesichter, wenn ich mit Anton unsere Runde laufe.
Während ich die morgendliche Zeitung lese, besteht Anton auf einem Nickerchen auf einem Stuhl neben mir ( er gibt sonst keine Ruhe!)
Natürlich schläft er im Bett und er hat beschlossen, daß gegen 17 Uhr Feierabend mit der Büroarbeit ist- dann will er auf den Schoß oder hinter mir auf dem Bürostuhl liegen- an Arbeit ist dann nicht mehr zu denken.
Ich kann mir unser Leben ohne Anton nicht mehr vorstellen.
Generell möchte ich hier noch anmerken, daß so ein selbstsicherer charmanter und gesunder Hund / Mops nicht überall zu haben ist.
Eine liebevolle Welpenstube mit vollem Familienanschluss, sorgfältige und kompetente Versorgung der Elterntiere und viel Zeit und Energie und Hingabe durch die Züchterin Sabine Tegethoff-Ostberg haben den Grundstein gelegt, daß wir so viel Freude mit Witchpug's Anthaeus Anton erleben können!
Mit Sorge sehen wir, daß der Mops "trendy" zu werden scheint und Welpen "für kleines Geld" angeboten werden. Ich kann nur raten: Finger weg von dubiosen Angeboten.
Auch wer keinen Wert auf Ahnentafeln eines dem VDH angeschlossenen Verbandes legt, sollte doch bedenken, daß dieses Papier dokumentiert, daß sich der Züchter die Mühe macht, sich an Regeln und Bestimmungen zum Wohl seiner Hunde zu halten.
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