Heike Bultmann
Wie kam ich zum Mops......
Den ersten Mops meines Lebens habe ich gesehen, da war ich so 8 oder 9 Jahre alt, der gehörte einer älteren Dame und ich traf sie täglich auf meinem Schulweg. Ab da ließ mich der Gedanke an einen Mops nicht mehr los. Wenn ich groß bin möchte ich auch einen Mops.
Ich wurde groß, aber kein Mops weit und breit. Andere Hunde haben mich begleitet, wundervolle Hunde, die ich alle geliebt habe. Meine letzte Hündin hatte als Junghund einen Autounfall und daraus resultierend eine Arthrose im Kniegelenk und Verschleißerscheinungen in Hüfte und Wirbelsäule, die Prognose war nicht gut und ich wusste, über kurz oder lang hat sie starke Schmerzen, die mit Medikamenten nicht mehr in den Griff zu bekommen sind.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich mit meiner Schwester die Ausstellung in München besucht und natürlich kamen wir am Mopsring nicht vorbei und da stand er, ein wunderschöner schwarzer Mopsrüde. Wir kamen mit der Besitzerin ins Gespräch und wie es der Zufall wollte, war er vor kurzem Vater geworden, bei einer Züchterin in der Nähe. Meine Schwester ließ sich die Telefonnummer geben und rief dann auch sofort von zu Hause aus bei der Züchterin an und machte einen Besuchstermin aus. Mich hat sie damit überrascht, bzw. überfallen, ich dachte an alles andere, nur nicht an einen neuen Hund.
Wir fuhren also hin, meine Vorstellung war, wenn überhaupt, dann ein schwarzer Mops, ein Mädel.
Die Welpen waren in einem separaten Welpenzimmer, so um die 8 Wochen alt und natürlich noch nicht zur Abgabe, aber wir wollten ja nur gucken und uns live informieren. Süß waren sie, aber der bewusste Funke ist nicht übergesprungen. Eigentlich war ich erleichtert, meiner „Großen“ ging es zwar nicht gut, aber sie war da und einigermaßen schmerzfrei. Ein neuer Hund war so ziemlich alles, was ich zu dem Zeitpunkt nicht wollte.
Die Züchterin war sehr nett, bat uns ins Wohnzimmer, wo wir von halbwüchsigen und erwachsenen Möpsen überrannt wurden, die um uns rumwuselten und gestreichelt werden wollten. Nur einer nicht, ein hübscher, knapp 8 Monate alter beiger Rüde und da war er, der bewusste Funke. Zumindest von mir zu ihm, er wollte nichts mit uns zu tun haben, ließ sich auch nicht locken und blieb auf der anderen Seite vom Zimmer.
Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile, wurden auf Herz und Nieren geprüft und für gut genug befunden überhaupt einen Mops zu bekommen, wobei ich mit dem Thema eigentlich schon abgeschlossen hatte. Wir waren kurz vor dem Aufbruch, da kam dieser blonde Rüde mit einem Stofftier im Maul und legte sich quer auf meine Füße. Meine Schwester sagte nur: „Wenn Du ihn willst, ich schenke ihn Dir.“ Ich wollte!
Somit war die Entscheidung gefallen, aus dem schwarzen Welpen-Mädel wurde ein halbwüchsiger blonder Rüde.
Nachdem wir ja nur Schauen gefahren sind, hatten wir kein Geld dabei, also auf zur nächsten Bank und dann zurück zur Züchterin. Dort wurde ich von diesem blonden Rüden begrüßt, als würden wir uns schon lange kennen und ich wäre Jahre weggewesen. Zum Vertrag ausfüllen saßen wir wieder auf der Couch und der Kleine lag quer auf meinen Füßen.
Die Autofahrt nach Hause war völlig problemlos, aus „Julio“, wie er bei der Züchterin gerufen wurde, wurde „Johnny“. Meine „Große“ nahm ihn zu Hause auf, als ob er schon immer da gewesen wäre. Die beiden waren noch gut 3 Wochen zusammen, als ich die Entscheidung treffen musste sie einschläfern zu lassen. Er half mir sehr über diesen Verlust wegzukommen und sein Lieblingsplatz ist immer noch quer auf meinen Füßen.
Einen lieben Gruß
Heike und Johnny
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