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Projekt Mopshilfe
 
 
Freitag
03.
September 2010
35. Woche
der 246. Tag des Jahres
abnehmender Mond
SA 6:40 Uhr
SU 20:06 Uhr
Namenstage
Degenhard, Gregor, Sophie, Silvia, Phoebe
 
 
 
 
 
 
 
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Susanne Röttger

„Um Gottes Willen, den würde ich nicht anfassen und schon gar nicht in Pflege nehmen!!!“ war meine erste Reaktion, als meine Schwester mir vor ein paar Jahren erzählte, sie würde sich einen Mops kaufen. Ich liebe Hunde, seit meinem 10. Lebensjahr gab es in unserer Familie immer Hunde, ich selbst hatte einen Yorkshire Terrier – aber die Rasse Mops mit diesen zerknautschten Gesichtern, platten Nasen und diesen dicklichen Körpern fand ich unglaublich hässlich.
Kurz darauf bekamen wir Schwesternbesuch mit Mopsbaby Pauline, welches ich natürlich streichelte – jedes Hundebaby ist ja irgendwie nett . Als laut bekennender Antimopsmensch schlich ich mich unter dem demonstrativen Namen „Ohnemops“ in ein Mopsforum ein, plauderte mit netten Menschen und bestätigte immer wieder, dass Mops zwar irgendwie doch gar nicht so hässlich und eigentlich ganz lustig sei, aber für mich NIEMALS in Frage kommt.
Die Art und Weise, wie Mopsbesitzer über ihre Hunde sprachen, ihr Leben auf  die Möppels einstellten, ihre Urlaube darauf abstimmten, ihre Sofas teilten und sie durch ihre Schilderungen zu einzigartigen Wesen machten, fand ich leicht übertrieben und ein wenig albern. Ich besuchte ein Mopstreffen und musste im Nachhinein –durch Fotomaterial bewiesen – feststellen, dass ich wohl jeden Mops dieses Treffens in die Arme genommen und geknuddelt habe.
Um es kurz zu machen: Einige Monate später sah ich das Foto eines Mopswelpen und MUSSTE dieses Mopsbaby haben. Den Widerstand meines Mannes, der nicht so unbedingt ein Hundefreund war, galt es noch zu brechen. 3 Tage später – am 5.7.2003 zog Ellie ein.
Ein Mops kommt selten allein – das ist einfach so.  Und so dauerte es nicht lange, bis „Kalle“ alias Witchpugs Bohemia Carlina den 2. Mopsplatz auf unserem Sofa und in unserem Leben einnahm.
Was ist aus uns geworden? Das Cabrio ist einem Kombi gewichen, um unsere Mädels sicher transportieren zu können, Urlaube werden auf die Möppels abgestimmt, die Freizeit gehört den Möpsen, mein Reinlichkeitssinn ist den überall verstreuten Mopshaaren gewichen, mein Mann ist ihr größter Fan und selbstverständlich sind unsere Mopsdamen einzigartige Wesen.

Wie es dazu kommen konnte? Ich kann es nicht erklären. Wahrscheinlich muss man es erleben, um es zu verstehen.
Unsere Mädels sind tollpatschig, dickköpfig und verfressen.  Sie hören manchmal mäßig, manchmal gar nicht und manchmal aufs Wort. Sie schnarchen und rauben uns die besten Sitzplätze auf den Sofas. Wenn sie miteinander toben, verschieben sie Mobiliar und gehen über Tische und Bänke. Sie treiben uns bei Wind und Wetter an die Luft. Sie verbellen den Fernseher, die Kirchenglocken, die Nachbarn, große Hunde, jeden Besucher und manchmal sogar Geister.
Um es wieder kurz zu machen: Sie sind unsere Kobolde, unsere Kumpels und unsere Unterhaltungskünstler, eben nicht einfach nur unsere Hunde.
Aber sonst sind wir noch ganz normal, glaube ich jedenfalls………….

Susanne Röttger

Peter Bömer [2006-12-21 22:34:00]drucken
 
 
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