Ingeborg Gluns-Reinecke
Vor drei Jahren habe ich das erste Mal bewußt am Strand ein Mops-Mädchen jeden Tag beobachten können -- und war begeistert!
Sie war so nett zu jedem Hund, begrüßte jeden freundlich, war vespielt und einfach hinreißend. Mein Mann war nicht so begeistert, wir hatten noch einen Briard, vorher dazu noch einen Landseer, und einen Neufundländer, für ihn waren nur große Hunde richtige Hunde.
Dann wurde mein Mann sehr krank und wir waren am Ende. Vor einem Jahr, mein Mann hatte schon viele OP`s und Behandlungen hinter sich, war ich am Ende meiner Kraft. So vieles hing von mir, d.h. von meiner erzwungen Fröhlichkeit ab. Ich musste optimistisch sein und so meinem Mann Kraft geben.
Aber ich konnte nicht mehr! Dann starb auch noch mein alter Vater, meine Mutter hatte keine Kraft mehr und mein altes Hundemädchen Chiva wurde auch immer gebrechlicher.
Eines Tages sagte ich zu meiner Tochter, dass mir einfach eine Quelle fehlt, wo ich einmal auftanken könnte, vor allen Dingen Lebensfreude. Sie kam sofort auf die Idee:
Mama, wir holen Dir nun doch ein Möpschen, den Du Dir so sehr wünscht.
Gesagt, getan, wir suchten im Internet, hatten keine Zeit, lange auf einen Welpen zu warten. Jetzt brauchte ich Hilfe!
Wir wurden fündig, druckten Fotos für meinen Mann aus, der im Krankenhaus lag, um ihn zu überreden, doch einen zu holen.
Termin mit der Züchterin war am gleichen Tag.
Mein Mann sah meine Not ein und war einverstanden und wir holten am gleichen Abend unser Kasperle ab. Ich war glücklich!
Er hat mir wirklich meinen Lebensmut zurückgegeben! Dieser so lebensfrohe, zärtliche, liebe Hund hat mir eine Therapie erspart. Mein Mann ist im Januar diesen Jahres gestorben, eine schlimme Zeit! Aber mein lieber kleiner Schatz hat mir unglaublich geholfen!
Ich möchte wirklich nicht auf die Tränendrüse drücken oder sogar Mitleid erregen. Einfach nur erzählen, wie froh ich über mein Kasperle bin! Er hat übrigens nicht nur mich, sondern auch meine Mutter "gerettet". Sie kommt nun jeden Morgen, wenn ich in der Schule bin und "betreut" meine Hunde. Die Frage ist nur : Wer betreut hier wen???
Sie kann es kaum ertragen, am Wochenende mal ihren kleinen Schatz nicht zu sehen. Aber es geht auch Ihr viel besser!
Auch meine Chiva ist nun besser drauf und gibt sich viel Mühe, mit uns noch eine kleine Runde zu drehen. Sie toleriert sogar, dass er neben ihr liegt, obwohl Briards nicht so oberkuschelig sind- oder nur dann, wenn sie Lust dazu haben.
Ich habe alle meine Hunde immer sehr geliebt, aber dieser Hund ist etwas ganz Besonderes!
Liebe fröhliche!! Grüße
Ingeborg, Chiva und Kasper
  
|